Inspiration.
aufeinander gestapelte miniwelten. orangefarbend leuchtend. wärme, die am kalten glas abprallt. mit staubigen gummibäumen davor. und geschichten. von wesen, die dort hingehören oder eben auch nicht. oben eine struppige katze. vielleicht springen wollend. aber davor ist ja das glas. das kalte. geht nicht. deshalb. und so ist das nun einmal. geht nicht alles, was man will. oder was der jemand da denkt, was man wollen könnte. oder müsste. oder sollte. geht nicht alles. aber immerhin geht das licht anmachen. und das nach draußen strahlen. und das zeigen, dass man sie hat, diese welt. und wenn jemand fragt, ob man noch wohnt oder schon lebt und man einfach sagt "ich bin". hinter einem der erleuchteten fenster. in einem haus voll miniwelten.
1.11.07 10:37
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ING (6.11.07 23:35)
Deine Gedankenwelten haben wieder einmal einen hohen komplexen Radius erreicht, schön.
Lese ich diesen Text fallen mir zwei Sachen spontan ein, zum einen sehe ich ein Puppenhaus – ja ein so richtig schön altes Puppenspielhaus was man von oben öffnen kann.
Es wird eingerichtet von jemand und der der es bewohnt lebt damit, seine ganze Welt ist bestimmt von den anderen – ob er es will? Das steht hier nicht zur Frage! Ob er eigne Ideen hat vielleicht sogar eigenes Denken? Irrelevant und nichtig!
Überträgt man dieses Bild mit deinen Text ergibt sich daraus eine Situation aus dem Alltag, die wir doch alle irgendwie kennen, dieses Gefühl der Ohmacht, nur Zuschauer zu sein.
Man selbst bewegt sich nur in einer vorgefertigten Welt, man selbst denkt nur in vorgefertigte Muster – ist man selbst vielleicht nur vorgefertigt und dazu bestimmt einen Sinn zu erfüllen? Aber welchen? Und wenn es so wäre, was passiert wenn man diesen Sinn nicht erfüllt, was passiert wenn man seine Rolle nicht nach den Vorstellungen abhält?
Jetzt muss ich kurz selbst nachdenken, heißt es nicht die Gedanken sind frei? Also kann ich eigentlich alles denken was ich möchte – und bin trotzdem blockiert.
Hast du mit deinen Text doch recht? „orangefarbend leuchtend. wärme, die am kalten glas abprallt. mit staubigen gummibäumen davor. und geschichten.“
Sind unsere Gedanken gefangen? Von was? Warum? Ich bekomme Zweifel ob es alles Sinn macht und bin gewollt meine Hoffnung zu verlieren….
„aber immerhin geht das licht anmachen. und das nach draußen strahlen“
Moment, das würde ja heißen das doch etwas von mir dieses vorgefertigte Muster verlässt, etwas was andere sehen können, was anderen ins Auge fällt – vor allen wenn es Nacht ist.
….. verstehe ich es richtig? Oder bin ich schon zu weit?


sonja / Website (7.11.07 10:00)
hmm... kennst du dieses gefühl - du stehst draußen. nachts. kälte. dunkelheit. einsam. warum? du weißt es nicht. aber du stehst da. siehst dir gegenüber so ein haus. mit vielen übereinander gestapelten hell erleuchteten fenstern. wärme strahlen sie aus. und geborgenheit. ein zuhause wollen sie sein. sind sie es auch? es sieht so friedlich und sicher aus.... ist es das wirklich? wer weiß denn schon, was sich hinter diesen fensterscheiben abspielt und ob nicht alles nur trügerischer schein ist? jeder abgekapselt in seiner welt. die er vielleicht eingerichtet hat. vielleicht sogar so, wie er das wollte. aber - macht das glücklich? hm.
also ich würd sagen.... zum einen - es ist nicht alles gold, was glänzt, zum anderen - ja, manchmal ist man eben nur zuschauer. zumindest fühlt man sich so. wenn man da draußen steht, während alle anderen in ihren warmen welten leben. wobei man selbst ja auch wieder seine eigene hat. nur übersieht man die so leicht. vielleicht ist man selbst ja auch von kaltem glas umgeben, von dem alles warme abprallt?
hey - ein "zu weit" gibt es nicht. der text steht nur für sich. was ich damit sagen will, ist völlig unbedeutend.


ING (7.11.07 23:12)
hmm du hast recht - diese weisung des blickes ist sehr gut, ich bin immer wieder von dir sehr angetan

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